25. April 1982



[…]

Schöner Vormittag mit F. im Garten. Wie gern er hilft und mitmacht (beim Nageln der Tür für den Graunke-Zaun, beim Einsetzen dieser Tür). Ich bin noch viel zu sehr „zielorientiert“. Noch viel mehr müsste ich solche Sachen bewusst mit ihm gemeinsam machen, z. B. die noch fehlenden Bänke.

Wenn L. ihn am Wochenende morgens in mein Bett bringt, ist er begeistert und legt sich mit mir und „Schninki“ (seinem Kuschelhasen) schlafen. Er freut sich, wenn ich am Daumen lutsche. Er zählt:„zwei, sechs, acht.“ Wenn ich drei vorzähle, zählt er:„eins… drei.“

Im Ökonomie-Seminar sprachen wir über Produktionsinstrumente und die allgemeinen Arbeitsmittel (Behälter, Rohrleitungen usw.). Während der Fahrt zum Garten sehe ich einen überfahrenen Vogel, aus dem es herausquillt – Behälter, Rohrleitungen. Die Prozesse des Lebens laufen quasi „von selbst“, ohne den Einsatz von Produktionsinstrumenten ab, nur dadurch, dass in Behältnissen Reaktionen gesteuert ablaufen. Daran ist zu sehen, wie primitiv derzeit der Mensch noch produziert und wie Produktionsanlagen der Zukunft wirken müssten.

 

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# (Vom täglichen Abreißkalender) #

 

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