27. Mai 1982 - Akt fotografieren
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# Eine der beliebten ironisch-erotischen Pinselzeichnungen von Kurt Klamann. #
Heute, 14 Uhr könnte ich mich mit Blanka Stazke treffen. Ich werd’ es sein lassen. Als ich sie Dienstagabend traf, war sie angetrunken und besonders kontaktfreudig. Sie ist Witwe, später noch geschieden, keine Kinder, hat in Buch eine 1-R-Wohnung, Neubau. Die Wohnung ist ihr stolz, mit einem lebensgroßen Bild von Elvis. „Früher war ich vermögend.“ Ein slawischer Typ, Brüste, Hintern sind akzeptabel aber der Bauch ist unförmig. Mund ist schön, erinnert etwas an Hegrü. Im Bett sicher hingebungsvoll und geschickt. Taxierte mich auch gleich („bei so vielen Kindern haben Sie sicher wenig Geld“). Sie sei Hausfrau, nicht berufstätig. Was macht sie? (Diese Frage ist eigentlich die aufreizendste.) Sie ließ sich küssen, bremste dann aber kräftig. Ein Schmusweibchen, das mit Zärtlichkeit gerne genommen werden möchte.
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Wenn ich mal Akt photografiere, hat das zum geringeren Teil den Sinn, Schönes an der Frau zu entdecken. Es soll mir noch mehr helfen, zu begreifen, welche Art Erotik bzw. Sex ich brauche.
Weitere Überlegungen zu möglichen Aktmotiven:
Gewagtes versuchen, z. B. mehr oder weniger gespreizte Schenkel ins Bild bringen, das Geschlechtsteil soll sichtbar (jedoch nicht aufdringlich) sein. Ein Maßstab ist dabei der Akt von Seite 37.
Auch die nebenstehende (eigentlich liegende) Pose ist ungemein reizvoll.
Wie wäre sie abzuwandeln?
Auch in dieser Richtung scheint Vieles möglich.
Durch Kleidung enthüllen. (Gewiß liegt die Gefahr der Spekulation nahe, Beispiel: kurze Pelzjacke, Stiefel, entblößter Schoß.) Doch was ist noch vertretbar? Der Ruf straffer Brustspitzen durch die Kleidung! Die „satte“ Wölbung des Schamhügels, das Schamhaar unter Grobgestricktem kaum verborgen?
Ein weites Feld des Gewagten wären Akte mit reifen oder gar überreifen Fotomodellen. (Wie sie kriegen?) Wahrscheinlich muß hier ein deutliches Bekenntnis zu Erfahrung und Sinnenlust ausgedrückt werden. Und der Ausschnitt wird besonders wichtig (um partielle Verbildungen wegzunehmen).
Sehr steigerungsfähig scheinen mir Motive nach Art des Aktes von Seite 9. Eine mehr oder weniger scheue, betroffene, schamhafte Frau, die nackt ist aber ihren Schoß verhüllen wollte. […]
Vielleicht stand dieses Foto Pate bei meiner Vorstellung vom Spiel mit dem Hemd. […]
Die Einladungen zum „Psychologen-Treffen“ am 25.6. sind heute raus.
# Aus der Einladung zum Treffen der Teilnehmer des Verhaltenstrainerlehrgangs in Herlasgrün ..## #
„In Erwägung , daß die Zeiten eilen,
kann die Reflexion nicht herlasgrün verweilen.
In Erwägung, daß es eine Hauptstadt gibt,
rufen wir zum Pankow-Treff all jene, die’s beliebt.
In Erwägung des Problemes Sommerzeit
sind wir freitags (25.6.82) ab 18.00 Uhr bereit.
In Erwägung unveregeßner Zwiebel-Phantasien
ist’s ein Gartenfest, nicht ohne Knoblauchgrün.
Unbezweifelt wohlerwogne Gastlichkeit
stellt für Auswärtige Quartier bereit.
In Erwägung von sehr unerwünschten Vorbereitungsnöten
wird um eine schnelle Rückantwort gebeten….“
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Fliegender Wechsel ins neue Buch.
# Damit endet der 2. Band meines Tagebuchs. #



