03. Juli 1982 - Dresdner Kunstausstellung
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Fernsehen: “Die Frau in den Dünen” sowie mexikanischer Film “Der Schiffbruch”, gestern drei Stunden Fußball-WM […]
Mit meiner “Entdeckung”, dass das Liegen mit hohlem Kreuz sehr gut sein müsste, habe ich große Hoffnungen verknüpft. Tatsächlich fühlte ich mich im Rücken dadurch etwas besser. Aber das Brennen im Bein wird nicht im geringsten besser und die Taubheit in den Zehen bleibt.
L. erzählte, dass zur Dresdner Ausstellung Arbeiten von ihr, Eva, Marika, Antje und anderen
# Eva Vent, Marika Voß, Antje Fretwurst-Colberg, bekannte Berliner Malerinnen, Womacks, Brendel, Libuda sind ebenfalls Maler #
nicht angenommen wurden, groß aber Womacka und Brendel “da” seien. Natürlich bin ich sehr ungehalten über diese Tendenz (Cremer habe von” Mafia” gesprochen.), zumal zur rechten Zeit über die Berliner Malerei nicht kritisch geschrieben wurde (vergleiche meinen Artikel). Dennoch hätte ich L. gegenüber anders reagieren sollen: Berliner Mittelmaß und Genügsamkeit (Eva, Marika und viele andere) mußten eines Tages den fälligen Schlag kriegen. Man kann nichts Wesentliches machen, wenn man sich sorgfältig vom” Zeitgeist” isoliert oder ihn allenfalls sehr subjektiviert passieren lässt (wie L.. oder Libuda). Sollen sie bedeutende Aufgaben lösen (Bilder malen), dann kann man sie nicht einfach unter den Tisch fallen lassen. Sollen sie sich im Verband engagieren, dann kann man sie nicht einfach abservieren. (Dass das Wilhelmine - Porträts abgelehnt wurde, finde ich wirklich erstaunlich.)
# Wilhelmine Schirmer-Pröscher, Alterspräsidentin der Volkskammer #
Die tiefsten Ursachen der Krise müssen sie bei sich selbst suchen und sich da herausarbeiten.