18. Januar 1989 – Quartierwerbung Wahlkreis 3

Habe heute C. in ihrem Betrieb besucht…

Einweisung in die Kollektivarbeit.

Hans Sauerbrei erzählt, daß sie bisher 65 Quartiere von 750 beauflagten im WK3 # Wahlkreis 3 # haben. Er schätzt, etwa auf 100-130 zu kommen. (Paar persönliche Worte mit ihm)

# Wenn ich mich recht erinnere, ging es um eins der regelmäßigen DDR-weiten Jugendtreffen der FDJ in Berlin, z. B. Pfingsttreffen, für das möglichst viele Berliner Einwohner freiwillig Privatquartiere zur Verfügung stellen sollten. Solche Aktionen wurden von den DDR-Führern (mit ihrer “legendären” FDJ-Vergangenheit) als eine wichtige Form der “politischen Mobilisierung” angesehen. (Und in der Tat waren sie eine Art Stimmungsbarometer) Ich empfand solche Aktionen mit ihren “Kampfzielen” weitgehend als Krampf. Man versuchte die ehrenamtlichen WBA -Wohnbezirksausschüsse – für solche Werbearbeit einzuspannen. Viel Druck ausüben konnte man aber nicht, denn die WBA arbeiteten nur so viel oder so wenig , wie sie Lust hatten. Damit blieb blieben solche Aktionen an den hauptamtlichen Funktionären auf Wohngebietsebene hängen. Das waren, zumindest in Berlin, die Staatlichen Beauftragten der Wahlkreise, mehr oder weniger Mädchen für alles. Zu diesem ganzen System erläutere ich später mehr. (Im Frühjahr standen ja die Kommunalwahlen bevor.) #

 Heute Abend Beratung zum Wohngebietsfest im Altberliner Cafe.

 

One Response to “18. Januar 1989 – Quartierwerbung Wahlkreis 3”

  1. eule70 sagt:

    Das erinnert mich an einen Katholikentag, der mal hier in Aachen stattfand und wo auch alle katholischen Privatleute Zimmer zur Verfügung stellten und sogar die Busfahrer geschult wurden, den Besuchern zu sagen, wo sie aussteigen mussten. Das hatte alles gut geklappt, und ich glaube, das ging ohne besondere ideologische Mobilisierung vor sich – war wohl nicht nötig, denn Katholiken sind von selber ideologisch mobilisiert und kennen ihr “Kampfziel” :-)

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