03. Oktober 1989 – Ausreise der Botschaftsbesetzer


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Die politischen Ereignisse nach der Abreise der 6 T Botschaftsbesetzer in Prag und Warschau überstürzen sich. Schon sollen wieder mehr als 1 T. in diesen Botschaften sein. Offensichtlich hat man sich von westlicher Seite nicht an die Absprachen gehalten, die Botschaften zumindest zeitweise zu schließen. Wie oft müssen wir noch erleben, daß es hier um Klassenkampf geht und nicht um Kabinettpolitik. Das was Honecker unter Dialog verstand – Dialog der erlauchten Häupter, die bei sich zu Hause machen, was sie wollen – das funktioniert eben nicht.

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Viele Polemiken mit C. zur aktuellen Politik, oft sehr scharf und wenig konstruktiv. C.s negative Freude am “immer schlimmer” liegt mir fern. Für mich gibt es Revolution, Fortschritt, Sozialismus in der DDR. Für sie nicht.

In Leipzig habe es am Montagabend wieder eine Demonstration gegeben. Der Westen sprach von 10 T Leuten.

Vergangene Woche erzählte A., daß sie mit Nasdala auch über mich ins Gespräch gekommen sei. Sie sagte, daß sie nur Bestes von mir gesagt habe. Sie habe mich als einen “aufrichtigen Kommunisten” bezeichnet. N., so ihr Eindruck, sei offensichtlich über mich voreingestellt gewesen… (Davon bin ich ohnehin absolut überzeugt.) Das Gespräch begann wohl damit, daß N. seine Hochachtung vor meinem Training mit dem Lehrgang ausdrückte.

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