Archive for Januar, 2009

20. Dezember 1988 – Zukunft meiner Arbeitsstelle

Donnerstag, Januar 8th, 2009



Das Jahr geht zu Ende, G.s (# G. -mein Chef #) Arbeitsleben auch. Zum Schicksal der ZF gibt es keinerlei Festlegungen. Es gibt keinerlei Gespräch mit mir….

# ZF- Zentralstelle zur Heranbildung von Führungskadern im Schwermaschinen- und Anlagenbau, meine Arbeitsstelle, in der ich seit 1967 als wissenschaftlicher Mitarbeiter und Stellvertreter der Leiters arbeitete. #

G. sagt mir, daß morgen mit mir ein Gespräch bei Dö. sein soll (# Dö. ist Abteilungsleiter für Kader und Bildung im Ministerium für Schwermaschinen- und Anlagenbau. #) zu meinem zeitweiligen Einsatz als Leiter der ZF.

4.1.2009 - 4.1.2009 - 4.1.2009 - ein Zeitsprung

Sonntag, Januar 4th, 2009

# Wir schreiben den 4. Januar 2009, und ich unterbereche die Wiedergabe meiner Tagebücher von 1982.

Ich setze in diesem Jahr mein Prinzip außer Kraft, meine Tagebücher in der chronologischen Reihenfolge hier online zu stellen und springe jetzt zum 1. Januar 1989.

Wie überall angekündigt wird, soll 2009 das Jahr des großen Gedenkens an die Zeit vor 20 Jahren werden. “Die friedliche Revolution der Ostdeutschen” hat ein rundes Jubiläum.

Seit Jahren werden massive Anstrengungen unternommen und gefördert, die Erinnerung an die DDR auszulöschen bzw. den Maßgaben der herrschenden Ideologie anzupassen. Dabei wird nicht nur die so notwendige kritisch-produktive Auseinandersetzung mit dem, was die DDR war, auf’s Gröbste behindert. Es wird die DDR zu einem einzigen “Nichtlebensland” umgedeutet.

In dieser Situation möchte ich nicht schweigen.

Die geschichtswissenschaftliche Abhandlung ist meine Sache nicht. Was ich an ideologischer Polemik aktuell äußern möchte, findet sich weiterhin im opablog. Was ich zur Erinnerung an das Jahr 1989 beitragen kann, ist einfach, den Spiegel meines damaligen Lebens herzuzeigen.

Den Kampf mit denen, die mir heute erzählen, was war und was nicht, möchte ich mir restlos ersparen. Was ich berichte ist die Wahrheit meines damaligen Lebens. Dafür bürge ich und benötige ich keinerlei Erlaubnis.

Ich hatte meine Tagebücher von damals seitdem so gut wie nie angesehen. Ich weiß heute, daß manches, was ich wiedergebe, mir heute eine Zumutung ist.  Viel Bitterböses, wie es das Leben eben so will. Auf manches bin ich ein wenig stolz.

Kaum Stoff für hochnotpeinliche Gerichtsverhandlungen und Urteile aber reichlich Stoff, wie ich finde, nachzudenken und sich in Bescheidenheit zu üben. #

28. Oktober 1982 – zwei Arten Orgasmus

Sonntag, Januar 4th, 2009

Hörspiel Günter Rücker “Einer Reise zusehen”

Lesen: “Temperamente” 2/82 Report “Kutscher und Solotänzer” (Hanusch), “Deutsche Zeitschrift für Philosophie” 9/82, Geerdts über Goethe 74-96)

Nach dem Hörspiel von Rücker: Kunst darf es, schafft es, uns innerst anzuregen, spricht uns aus dem Herzen. Darf, kann Wissenschaft das heute nicht mehr, speziell die Philosophie?

Es gibt Zeiten, wo Gedanken für dies Tagebuch geradezu sprudeln, Gedankenknäuel würgen sich hervor. Es wäre gut, dazu Näheres mitzuteilen. Doch dazu nachher. Jetzt erstmal das Knäuel zu Tage gebracht:

Das Sinken meines sexuellen Begehrens Heidruns geht einher mit einem (noch schwachen) Aufflackern meines Aktinteresses. […]

Davon ausgehend wurde ich zum Nachdenken, eigentlich nur Staunen, über mich angeregt: Mit welcher Gier betrachte ich meist Aktfotos. […] Wobei die Gier das eindeutige Ziel hat, das weibliche Geschlechtsteil in den vielfältigsten Darbietungen oder Verstecknissen zu erspähen. Was hab’ ich nur davon? Da hast du eine Viertelstunde lang, meinetwegen auch eine halbe Stunde, dies Teil nach Herzenslust ausgekaut (wobei Geschäftigkeit waltet, Bemühtheit aber nicht Erschütterung). Und nun?

Der Stier stößt nach dem roten Tuch, in Wirklichkeit aber in die Luft.

Mephisto lässt die Studenten in Auerbachs Keller begehrlich zugreifen, der Zauber entgleitet, Nasen und Ohren haben sie gepackt.

Diese Entzauberung (meine, nicht die der Studenten) wird durch die Triebbefriedigung vermittelt. Also: Ich bin vor dem Geschlechtsverkehr ein anderer Mensch als nachher. Mein ganzes Empfinden ist geändert (aus physiologische Ursachen). Mein ganzes?

Es gibt auch einen anderen Erlebnisablauf. […]

Der sexuelle Ablauf entsprach dem oben erwähnten (und war durchaus momentan relativ verselbständigt), jedoch war er eingebettet in einen “Orgasmus des Menschlichen, Psychischen, Sozialen”. Ich war von Gier auf diesen Menschen, diese Persönlichkeit erfüllt und schleuderte mich selbst als ganze Persönlichkeit in sie hinein. Mir entriss sich Samenflüssigkeit, und dies gab die bekannten elementaren Emotionen ; doch dieser Vorgang verschmolz mit einem anderen. Er war nur das Pferd, der andere der (spornende) Reiter. Es war zugleich mein menschlich Innerstes, Keimhaftes, Zartestes, Zukünftigstes, das sich mir entriss, also verschenkt wurde (und gleicherweise von mir empfangen wurde).

Dieses Erlebnis war Seligkeit […], und dies Erlebnis zerstörte keinen Zauber, sondern machte ihn eigentlich ganz wirklich. (All das ist etwas Besonderes, nicht beliebig reproduzierbar, obwohl es sicher viele Menschen irgendwann mal erleben. Hoffentlich machen sie es sich bewußt.) Das menschliche Erlebnis ist nur maximal als zugleich physischer Vorgang. Die Physis drängt, soweit geschlechtlich, rhythmisch auf Betätigung, gleichgültig ob all die anderen Bedingungen für solch Gipfelerlebnis erfüllt sind oder nicht. Sind sie es nicht, so gaukeln die Reflexe Erinnerungen als Erwartungen vor, und schon kommt es dazu, daß ich vom Reiben des Schwanzes ein Paradies erwarte.

Übrigens, wenn menschliche Beziehungen als physische maximal sind, so ist zu fragen, welches die physische Gestalt von Freundschaftsbeziehungen sein kann.

Wenn dies alles so halbwegs durchdacht, was also tun?

Natürlich offen sein für die Menschen, für die Liebe. Jedoch solange sie nicht kommt? Die Verzauberung nicht schmähen! Die Entzauberungen durchleben! So wie der Schmied das Eisen immer wieder in die Glut legt, dann ihm einige Schläge versetzt, dann wieder in die Glut usf., viele Male wiederholt, bis dem plumpen Kloben seine Schlacken herausgedroschen sind und Festigkeit, Leichtigkeit, vielleicht sogar edle Form erreicht sind (manchmal zerbricht ein halbfertiges Stück).

27. Oktober 1982 – Kritik der Zeit

Samstag, Januar 3rd, 2009

Lesen: ND, horizont, BZ, Geerdts RUB 916 # “Reclams Universalbibliothek” # über Faust II, Becher, Hölderlin, Otto Emersleben: “Länder des Goldes”

Gartenarbeit

Film: “La Strada”

Eine wahre Kritik der Zeit braucht einen ganz neuen Anfang. Ihn kann keiner geben, heute. Unserer Zeit am tiefsten angemessen – das Fragen, das Sinnen, das Grübeln (beim Tun).

# Damals konnte den neuen Anfang keiner geben, (obwohl ich noch den Optimismus erkennen lasse, daß er beim grüblerischen Tun gefunden werden könnte). Die DDR trieb in ihre Krise, ohne daß irgend jemand “das Steuer herumreißen konnte”. Nach dem Untergang des Realsozialismus gab es kaum ernsthafte Ansätze, etwas ganz Neues zu beginnen. Und heute - wir stehen vor einer tiefen Krise des Kapitalismus - deutet nichts auf die grundsätzliche Lösung der sich türmenden Widersprüche. #

26. Oktober 1982 – Frauen, Kälte, Aussteigen

Samstag, Januar 3rd, 2009

Lesen: Gedichte Czechowski, Katalog IX Kunstausstellung

Gartenarbeit. Nach der Gartenarbeit heute bin ich völlig kaputt. Die Gesundschreibung erfolgte zu schnell.

Als nun älter werdender Einspänner wird’ ich wohl öfter Frauen treffen, die sexuelle Probleme haben. (Das könnte ein Grund sein, Witwen zu bevorzugen.) Eigentlich sind solche so genannten kalten Frauen wie Marita oder Heidrun tragische Figuren. Wie sie sich fiebernd endlos unterhalb des Gipfels quälen! Letztendlich freudlos an die Kette der Lust gelegt! Innerlich (einschließlich des sexuellen Reizes) bin ich mit Heidrun fertig. Nur eine Frau, die mich überwältigt, wie einst L. und nur solange sie es kann, kann mich leidenschaftlich sehn. Ist das nicht der Fall, ergibt sich spontan, daß ich mit großer Sympathie ihre Lebensgeschichte aufnehme, daraus Zärtlichkeit schöpfe und sobald die Wiederholungen deutlich werden, erkalte. Mein Interesse zieht diese Frauen an. Ich bin mir frühzeitig klar, daß keine Liebe bei mir ist. Was ist mein Motiv? Ein Grundbegehren ist sexueller Art, doch wird es interessanterweise von der zärtlichen Anteilnahme überformt, die wie eine Quasi-Liebe wirkt und den gedankenlosen sexuellen Genuß be- oder verhindert. Ja, das Grundbegehren ist wohl das nach zärtlicher Anteilnahme, gütig zu sein. Doch scheint es, als erweisen sich diese Partnerinnen als dafür nicht aufnahmefähig genug. Die bloße physiologische Befriedigung des Mannes ist nur wenig von der Frigidität der Frau verschieden.

Verrückter Traum heut Nacht: Vor einem Betrieb ein billiger Marktstand . Darauf Bücher aus der ZF-Bibliothek, Teilnehmerlisten der Lehrgänge, einige Grafiken von L. Alles wahllos angeboten. Als ich später aus dem Betrieb komme hatte es geregnet, und alles ist durchweicht. Ich nehme zuerst Grafiken an mich, schiebe sie vorsichtig in meinen schon recht vollen Campingbeutel, stopfe Bücher und vertrauliche Dokumente hinterher.

Gestern: Den Dichter Czechowski empfinde ich besonders in seiner Kritik an unserem Sozialismus als geistesverwandt. Ich fühlte mich bestätigt in Vielem und konnte nicht einschlafen. Meine freie Meinung zur IX. Kunstausstellung werde ich aufschreiben und als Brief an Bekannte schicken.

  • Ich möchte weiter eine verantwortliche, normale Arbeit machen. Wirkliche oder innere Emigranten, Ausflipper gibt es genug. Um Kritik dieser Gesellschaft konstruktiv machen zu können, muss man Teil dieser Gesellschaft, möglichst wesentlicher Strukturen dieser Gesellschaft bleiben, sein.

  • * Wenn die Arbeit bei Sero nicht klappen sollte, möchte ich trotzdem von der ZF weggehen, oder nein, genauer gesagt, kann ich an der ZF nicht so weiterarbeiten, wie bisher, werde ich eine prinzipielle Kritik geben und prinzipielle Vorschläge machen.

  • * Dies mir vorstellend, kommt mir zum 1. Mal der Gedanke (ernsthafter Gedanke), wenn notwendig auszusteigen. Kohlenträger kann ich nicht mehr werden. Vielleicht Imker? Wann kann dieses Aussteigen notwendig werden? Dieses Aussteigen wäre ein anderes Einsteigen!

25. Oktober 1982 – Fliegenjagd

Samstag, Januar 3rd, 2009


Lesen: “Deine Gesundheit”, Gedichte von Heinz Czechowski,

Kopfschmerz,

Gartenarbeit: Laube streichen, Obstbaumschnitt

Fliegenjagd

Fliegen, diese Bestien, sind ganz schön gewitzt. Unser Kampf dauerte eine Viertelstunde, enorm, wenn man bedenkt, wie betagt dieses Exemplar schon war. Ich gönnte ihm keine Ruhepause. Es brummte auch gar zu anmaßend. Sie erkannte mich genau. Auch mit einem großen Heft in der Hand konnte ich sie nicht treffen. An der Zimmerdecke setzte sie sich zur Pause. Ich nahm ein langes Brett, mehr um sie aufzuscheuchen, an schnelles Zuschlagen war nicht zu denken (zumal sie auf der elektrischen Leitung saß). Dies Brett begriff sie offensichtlich nicht als Gefahr, machte keinen Fluchtversuch, es war im letzten Augenblick eher ein müdes Beiseiterücken, da aber war es schon zu spät.

24. Oktober 1982 – Heidrun; Maxi Wander: “Guten Morgen, Du Schöne”

Samstag, Januar 3rd, 2009

Lesen: “Guten Morgen, Du Schöne”, “Deine Gesundheit”

Der platte Chatterly-Film. Meine Abneigung äußere ich so eindeutig, daß Heidrun sich nur anschließen kann. Aber ein bisschen so geliebt werden möchte sie doch (mit Blumen auf der Haut).

Der Abend brachte ganz deutlich unsere Entfernung zum Ausdruck. Sie leidet sichtbar darunter. Das Spiel der Geschlechter ist für sie diesmal schließlich weitaus befriedigender als je zuvor (bei uns). (Da sie immerfort einen Schuldigen finden muss, findet sie ihn diesmal bei sich.)

Mein armer malträtierter Körper! Es steckt viel “Arbeit” in meinem Tun, von Glück gibt es da nichts zu reden, aber es ist doch ein gesundes Gefühl, sich rechtschaffen sattgefickt zu haben

(Anblick des schlafenden Marcel-Kindes auf der Liege.)

Wichtig gestern im Kino der Vorfilm über Goethes italienische Reise.

# Damals fragte ich mich mit Bedauern, ob ich Italien wohl jemals sehen würde. #

Originalität F.: Das kaputte Auto muss “operiert” werden. Ein Stück Russisch Brot hält er sich als Brille auf die Nase.

Die Protokolle der Maxi Wander sind schon aufschlussreich; jedoch nicht überschätzen! Diesen Monologen fehlt der Widerpart, der Aussagen auch relativieren kann, auf’s Objektive festnageln könnte. Wann sagen die Frauen Wahrheiten und wann Illusionen? – d. i. schwer zu unterscheiden. Das Buch enthält auch ‘ne Menge Klatsch – hart gesprochen. (Und daraus, wie sich Klatsch und Bedeutendes mischen, zieht es seine Lebensnähe.)

 

23. Oktober 1982 – menschliche Beziehungen

Samstag, Januar 3rd, 2009

Film “Lady Chatterly” (mit Heidrun)

Lesen: “Guten Morgen, Du Schöne”

Auf dem Heimweg von Heidrun wandern meine Gedanken zu Evi; um sie nicht zu mystifizieren, erinnere ich mich an die Momente bzw. Phasen unserer Beziehung:

a) erster Eindruck: nett, hübsch, zu jungfräulich

b) Evi eine Weile aus dem Gesichtskreis

c) nach ca. 2 Wochen aktive Aufmerksamkeit für sie. Ich phantasiere (zunächst spielerisch) eine erotische Beziehung zu ihr.

d) Ich mache mich bemerkbar, nehme Beziehung auf

e) Sie erwidert und macht dabei eindeutig klar, welcher Art diese Beziehung sein kann – kurze Enttäuschung bei mir. Ich erkenne die Vater-Tochter-Beziehung für mich!

f) Der Kontakt wird enger, gewisse Enttäuschung über “Ungeistigkeit”, mangelnde Kultur des künstlerischen Geschmacks

g) Besinnen auf den wahren (ethischen) Wert dieser Beziehung und nun

h) (nach einigen Wochen) kritische Revision dieses “wahren Wertes”. Hält er der Zeit stand? Oder verflüchtigt er sich ins Abstrakte? Und er hält nicht nur stand, es wird mir auch klar, daß jede Beziehung ihre eigene Konkretheit hat. Ja vielleicht besteht die Aufgabe darin, herauszufinden, welche eigene Konkretheit die Beziehung zu jedem einzelnen Menschen haben muss.

a-d: Ich bin im Üblichen befangen, “sitze im Käfig”

e: Die große Entdeckung, das Neue für mich.

f-h: Die immer tiefere Aneignung dieses Neuen, seine Verallgemeinerung.

 

Methodische Überlegung für meine Persönlichkeitsanalyse: Die Zeitanalyse ergänzen durch eine relativ detaillierte Haushaltsanalyse (Einnahmen, Ausgaben), etwa monatlich. Auch hier auf vorhandene Methodiken stützen.

 

 

22. Oktober 1982 – Freundschaft, Liebe, Sex

Samstag, Januar 3rd, 2009


Lesen: Weltbühne 42/82, “Guten Morgen, Du Schöne”

Freundschaft, Liebe, Sex – drei Arten intimer Beziehungen. Erstaunlich, in welchem Grade sexuelle Beziehungen NICHT funktionieren, weil die Liebesbeziehung nicht stimmt. Ich meine, wie es manchmal – trotz der Absicht – nicht möglich ist, Sex allein zu genießen. (Ich staune hier über etwas, das eigentlich normal und richtig sein sollte. Mein Erstaunen ist trotzdem gerechtfertigt, weil doch oftmals von der verabsolutierten Existenz und Funktionsweise des Sex gesprochen wird.) Für mich sind die Beziehungen zu Karin Ohde und Marita, sowie Heidrun mit Einschränkungen, Beispiele für das Nichtfunktionieren des Sex. Bei Helga Gr. dagegen funktioniert GERADE Sex ohne Liebe – oder ist das ein Trugschluss?

Funktioniert dort der Sex so gut, weil wir nur in ausgehungertem Zustand zusammenkamen?

In wirklichen Liebesbeziehungen bei mir dann immer die Tendenz, den Sex anfangs zu eliminieren (meine Unsinnlichkeit).

21. Oktober 1982 – Ehrentag der Mitarbeiter des Gesundheitswesens am 11. Dezember

Samstag, Januar 3rd, 2009

Lesen: Gedichte Rühmkorf, “Bildende Kunst”, ND, Magazin

Ausstellung “100 ausgewählte Grafiken”, Walter Libuda gefällt mir gut.

Viele Ehrentage der Werktätigen gibt es in unserer Gesellschaft. Mit dem Ehrentag am 11. Dezember kann ich heuer erstmals was anfangen. Gedanken für den Brief an Dr. Steglich zum 11.12.:

# Dr. Steglich war der Direktor der Physiotherapieklinik, in der ich gelegen hatte. #

Nicht Krankenhaus, sondern Gesundungshaus, völlige Heilung, kein voreiliges Schneiden, Suchen bis zum Erkennen der tieferen Ursachen, Aktivieren der eigenen Hilfskräfte, Suchen “um jeden Preis” (wird manchmal belächelt); mitdenkende Mitarbeiter (Frau Rudolph) – das ist nicht leichter für den Leiter, allmählich aber nachhaltige Wirkung. Liebe der Mitarbeiter zum Beruf; etwas von Ethos war zu spüren.