Gestern übrigens befragte Gaus Christof Hein. Die Sendung brachte wieder nicht sehr viel. Wie auch diese Literaturbeilage zeigt,
sind viele Literaten von tief greifender Verwirrung und Resignation befallen und neigen dazu – ihrem Metier entsprechend – diese ihre Befindlichkeit sehr subjektiv zu nehmen und dann zum Weltproblem aufzutürmen. Bei dieser Beschränkung auf’s Subjektive schieben sie sich unter oder lassen sie sich unterschieben viel Meinen des Tages für ernste Tatsache. Solche Sätze wie: “Wie konntet ihr das nur alles mit ansehen…“ oder „Vom Westen aus ist da natürlich leicht zuzuschauen…“ und „Obrigkeitsmentalität in der DDR“ und „welch ein Umschlag in jenem Herbst“ – solche Sätze anscheinender Gewißheit greifen doch entschieden zu kurz; stellen fest, sind fertig, wo doch eigentlich die ersten Fragen anfangen müßten.
Die Ideologen spüren, dass wir uns (ungewollt schnell) aus dem „realen Sozialismus“ verabschieden müssen, und alle stehen unter dem Druck, mit dem realen jedem Sozialismus abschwören zu sollen und ebenso unter dem Druck, zu leugnen, dass der „reale Sozialismus“ doch auch schon Sozialismus war und …
Druck, Druck, Druck, (übrigens nicht nur „des Volkes“ sondern ebenso deutlich „des Klasssenfeinds“) und dabei vergessen sie, dass man den Marxismus-Leninismus nicht per Volksabstimmung abschaffen kann. Durch das, was wir erleben, ist der Marxismus-Leninismus nicht widerlegt. Er bedarf der tiefgründigen Kritik, der Erneuerung. Er ist fähig, eine höhere Stufe zu erreichen. Die Voraussetzungen dazu sind gegeben. Welche?
So sieht der Wahlzettel unserer ersten demokratischen Wahl aus.
Gestern hat Schnur nun seine Stasi-Mitarbeit zugegeben.
Gestern Abend die Idee, aus der ZF eine Managervermittlung zu machen.







