Archive for the ‘Krieg’ Category

13. Juni 1982 – Libanonkrieg

Montag, Januar 7th, 2008

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Ein frischer, kühler Morgen. Nachts hat es geregnet. Der Kleingärtner denkt an seinen Dünger, an die heutige Schädlingsbekämpfungsaktion.

Gestern, vorm Schlafen gehen, sehe ich in Nr 22, Hofseite, zum ersten Mal ein nacktes Paar (nicht beim Geschlechtsverkehr). Es ist ein Wandeln in der Wohnung, vorm Schlafen, schön.

Habe 2 Kirschen, die Reneklode und die Aprikose mit Bi 58 EC behandelt. Melonen in Plastetüten gepackt, Spargel geerntet, Pflegearbeiten, Buschbohnen gelegt. Zu Mittag Milchreis mit Erdbeeren. F. Ist begeistert.

# Ich war zwar immer ein neugieriger, experimentierfreudiger Gartenfreund, damals war ich aber noch sehr traditionell eingestellt und habe rücksichtslos die „chemische Keule“ eingesetzt. #

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[…] So etwa werde ich an die „Fotografie“ schreiben: Werter Redakteur!

In einer der letzten Nummern ihrer Zeitschrift ist mir die Serie „Graugußputzer“ von Dikran Stambolian aufgefallen. Ich bin wissenschaftlicher Mitarbeiter in einer Weiterbildungseinrichtung für Leitungskader des Industriebereichs Schwermaschinen- und Anlagenbau, zu dem auch Gießereien gehören und möchte in den Räumen unserer Einrichtung mit Hilfe des Bildautors eine Ausstellung dieser Serie organisieren und auch einige Fotografien erwerben. Würden Sie mir bitte mitteilen, wie ich mit Herrn Stambolian in Verbindung treten kann?

Gleichermaßen bin ich an der Adresse von Herrn Günter Rössler interessiert, dessen Aktstudien ich ganz besonders schätze, so daß ich – als Anfänger auf diesem Gebiet – in Briefkontakt mit ihm treten möchte. Können Sie mir helfen?

Mit freundlichem Gruß

(Am 14.6. eingesteckt.)

Begin verkündet, nun werde es bald Ruhe im Libanon geben, nachdem die Wurzeln der PLO herausgerissen seien. Die Welt schaut zu, wie ein Volk vernichtet wird. Wieder beweist sich: Nicht die Größe der Leiden, der Greuel rührt zu Taten der Verhinderung. Nur das Bewußtsein ihrer Ursachen und die organisierte und materielle Kraft dagegen (die richtig geführt wird), kann etwas ausrichten. Die Schwäche dieser nationalen Revolution resultiert aus der Schwäche ihres proletarischen Kerns (im ganzen arabischen Raum). Wie schnell aber kann es durch ein Feuer in diesem Raum, durch eine „horizontale Integration“ (so der „Fachausdruck“) zu einem Flächenbrand um den ganzen Erdball kommen.

Junge Künstler der DDR haben ja palästinensische Lager bereist und irgend etwas abgeliefert (Bechtle, der „abstrakte“ Neubrandenburger, F. Behrend, andere) aber wie verquast, oberflächlich, nichtssagend, formal, routinehaft sind die Ergebnisse.

Andere (so auch L.?) fahren gar nicht erst hin. Und größere Ergebnisse würden das Publikum kalt lassen. (?) Wie kommt das?

Doch denke ich an manches von Heynowski & Scheumann und die Resonanz bei uns.

# Die Dokumentarfilmer Heynowski & Scheumann waren eine DDR-Institution. Sie haben, angefangen mit „Kongo-Müller“ („Der lachende Mann“), eine Reihe beeindruckender Filme geschaffen, die eine breite Resonanz erzielten und viele Menschen für die Befreiungskämpfe in fernen Ländern sensibilisierten. #

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Hebbel: Kleists Arbeiten starren von Leben.

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Ein Bildchen, das zeigt, daß nicht nur Aktfotos sexy sein können; ein Motiv, das hinsichtlich seines sexuellen Reizes vielfältig abgewandelt und gesteigert werden könnte.